Internetstick-Ratgeber: Darauf sollte man achten

Wohin man auch blickt, überall wird für mobilen Internetzugang geworben. Viele nutzen schon das bequeme Surfen unterwegs, ohne auf Kabel oder Netzwerke achten zu müssen. Immer und überall online sein, das ist möglich dank zahlreicher Modem-Varianten. Die meisten Surfer gehen über einen Internetstick ins mobile Internet.
Aber ist das, was ich in Händen halte, ein Internet-Stick oder doch nur ein Wlan-Stick? Was kann ein Surf-Stick und was muss ich beachten? Da mit den Nutzerzahlen auch die Zahl der Angebote steil ansteigt, gilt es zu klären, was man da eigentlich kauft, was Prepaid von Postpaid unterscheidet und was eigentlich ein Sim-Lock ist.

Wlan-Stick oder UMTS-Stick?

Der Feststellung, ob ein Wlan- oder ein Internet-Stick vor einem liegt, ist entscheidend, denn Ersterer ist nur zu gebrauchen, wenn man auf ein lokales drahtloses Netzwerk zugreifen möchte. Um wirklich mobil zu sein, benötigt man einen dezidierten UMTS-Surf-Stick.
Das Merkmal, das Wlan-Sticks von UMTS-Sticks unterscheidet, ist die Sim-Karte, welche in Surf-Sticks enthalten ist. Wird die Sim-Karte nicht mitgeliefert, bietet der UMTS-Stick zumindest einen Steckplatz, der für die Karte vorgesehen ist. Um den Surf-Stick zu erweitern, ist manchmal auch ein weiterer Steckplatz für eine SD-Speicherkarte verbaut, um zusätzlich zum Internetzugang noch einen mobilen Speicher anzubieten.

Prepaid vs. Postpaid

Surf-Sticks werden in mehreren Varianten angeboten, wobei sich diese weniger in der Technik, als im angebotenen Tarif unterscheiden. Grob kann man zwischen zwei Versionen unterscheiden. Zum einen gibt es Postpaid-Sticks. Hierbei schließt man mit einem Provider einen Vertrag ab und bekommt den Stick oft für einen symbolischen Preis von einem Euro überlassen.
Wer sich nicht zwischen sechs Monaten und zwei Jahren binden will, legt sich einen Prepaid-Stick zu. Dieser kostet zwar in der Regel etwas mehr (etwa zwischen 30 und 80 Euro), jedoch entfällt jegliche Vertragsbindung. Nach dem Kauf eines Prepaid-Sticks hat man oft die Wahl zwischen Tages-Flatrates und Monats-Flatrates, die jeweils im Voraus buchbar sind.

Vorsicht vor dem Sim-Lock

Was sowohl bei Prepaid- wie bei Postpaid-Sticks meistens hinzukommt, ist der Sim-Lock. Das bedeutet, dass der jeweilige Internetstick nur Sim-Karten eines bestimmten Providers akzeptiert. Diese Sperre wird von vielen Anbietern eingebaut, um sich zu versichern, dass der Kunde nicht übereilt zu einem anderen Betreiber wechselt. Es gibt zwar vereinzelt Länder, in denen Sim-Lock verboten ist, wie in Finnland, doch hierzulande gehört die Festlegung auf einen Anbieter zur gängigen Praxis, auch wenn es Ausnahmen gibt. Ein Beispiel hierfür ist der Prepaid-Surfstick von Aldi.
Wer gänzlich flexibel bleiben will bei der Wahl des Netzes, kann sich auch gänzlich unabhängige Internet-Sticks kaufen, die ohne Sim-Lock angeboten werden. Sie enthalten selbst keine Sim-Karten, können aber Karten aller Provider verwenden. Diese Sticks werden nicht von den Netzbetreibern verkauft, sondern von Stickherstellern direkt. Die Wahlfreiheit hat aber ihren Preis, denn unabhängige Surf-Sticks sind in der Regel teurer als ihre Artgenossen mit Sim-Lock. Bleibt man einem Anbieter treu, fällt der Sim-Lock nicht ins Gewicht, legt man viel Wert auf Flexibilität in Tariffragen, so spart man sich etwaige Neuanschaffungen, indem man einen nicht gesperrten Surfstick erwirbt.



Weitere Informationen zum Thema Internet-Stick:

Internet-Stick Vergleich

Internet-Stick Prepaid